Überlegungen zur ikonotopischen Diskursivität lebenslangen Lernens
Abstract
Ausgehend von einem bildhaften Diskurs lebenslangen Lernens soll hier die These vertreten werden, dass Bebilderungen lebenslangen Lernens eine diskursive Verortung von Bildern im Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung darstellen. Erst über ihre Verwendung im Zusammenhang lebenslangen Lernens werden Bilder zu Bildern lebenslangen Lernen. Dem wird grundlegend vorangestellt, dass im Anschluss an eine ikonische Wendung (vgl. Böhm 1994) von sozialer Praxis als einer bildhaften auszugehen ist. Bilder stellen eine Möglichkeit dar, sich dieser Praxis zu vergewissern, etwa der Praxis derjenigen, die Bilder herstellen, auf ihnen abgebildet sind oder mit ihnen umgehen. Im folgenden Beitrag soll es um Fragen und Überlegungen zur Praxis einer diskursiven Verortung von Bildern im Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung gehen. Dazu ist es notwendig, nicht nur die Bilder selbst, sondern auch ihre ikonotopische Dimension in den Blick zu nehmen. Die Berücksichtigung von Bild-Orten als Ausdruck sozialer Praxis eröffnet Möglichkeiten, erfahrungsgebundene Orientierungen verschiedener Akteure und Akteursgruppen als konstitutive Elemente einer ikonotopischen Diskursivität lebenslangen Lernens zu betrachten. Es folgen zunächst einige grundlagentheoretische Ausführungen zu Ikonotop als sinnkonstituierendes Element sozialer Praxis (1). Im Anschluss werden Bebilderungen lebenslangen Lernens als diskursive Verortung von Bildern im Feld Erwachsenenbildung näher bestimmt (2). Anhand empirischer Beispiele sollen Aspekte des bildhaften Umgangs mit lebenslangem Lernen in Weiterbildungskontexten skizziert werden. (3). Inwieweit von einer ikonotopischen Diskursivität lebenslangen Lernens die Rede sein kann, soll im Fazit resümiert werden (4).
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Empfehlungen:
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